2016 startete der umtriebige Kölner Bassist Stefan Schönegg sein Projekt "Enso" mit dem Ziel, Raum zum Eintauchen zu schaffen. Die Musik, die er für Quartett bestehend aus Saxophon, Cello, Kontrabass und Perkussion konzipiert, bewegt sich im Zwischenraum von Improvisation, Neuer Musik und Jazz und fordert den Hörer durchaus heraus, denn man muss sich Zeit nehmen und genau Hinhören. Dafür wird man aber belohnt mit leisen Intensitäten, manchmal bestehend aus Nicht-Gespieltem. "Aber das, was gespielt wird, entfaltet einen Reichtum wie ein japanischer Garten, der mit Erfolg vorgibt, eine komplette Landschaft zu sein." (Hans-Jürgen Linke, Jazzthetik)

Inspirieren ließ sich Schönegg tatsächlich von japanischer Ästhetik: So leitet sich der Bandname "Enso" ab vom Zeichen Ensō aus der japanischen Kalligraphie, welches in enger Verbindung mit dem Zen-Buddhismus steht, als wertfreier Ausdruck des Augenblicks, der zugleich alles und nichts umfasst.

Für dieses Konzert erweitert Schönegg das Ensemble um vier weitere Instrumente zum Oktett: Blockflöte, Horn, Bassgambe und große Trommel. 2019 erscheint zudem das zweite Album des Quartetts "Enso".


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